Der FAB-Betriebsrat kämpft, denn die FAB-Jobs fallen bald künftig weg. Auf 10.000 Zetteln stellt er sehr einseitig seine Sicht dar. Kurz vor der Ratssitzung am Donnerstag 18.2. will er nochmal die Stimmung drehen. Mittlerweile heißt es weiterhin Daumen runter fürs FAB von alle Fraktionen, auch mit Einschränkungen seitens der SPD.
Warum Mitleid haben? FAB-Mitarbeiter sind in Politikergärten kostenlos tätig geworden, das ist Fakt. Der Ex-Badmanger hat die dahin geschickt damit die Politik dem Spaßbad gewogen blieb. Und brav ist der eine oder andere Mitarbeiter dieser freundlichen Aufforderung gefolgt und hat sich so korrumpieren (lassen).
Und wenn sie sich nicht mit Gartenarbeit beschäftigten, haben sie zum BAT-Tarif Brötchen geschmiert, vielleicht prima lecker aber leider: viel zu teuer von den Lohnkosten her und mit fettem Stadtwerke-Geld millionen-subventioniert machte das Spaßbad-Restaurant der anderen Gastronomie das Leben noch schwerer.
Freilich, so viel Zeit zum Jobsuchen wie die in 22 Monaten Gekündigten hat ja kein anderer in Schwerte… dank garantierter Vollbezahlung bis 31.12.2010.
Also mit ALG I inklusive kann jeder luxuriös bis 31.12.2011 den nächsten Job suchen!!!
Die SPD-Fraktion ist sich noch nicht einig, wie es weitergeht, will noch intern abstimmen.
Die Grünen möchten es abwarten und den Stöpsel erst Ende 2010 rausziehen.
Auch die SCD “Schwerter Christ-Demokraten”-Jungpartei, die mit Hubert Sieweke den Chef des Bäder-Beirates stellt, wird nun endlich ihrem Gründungsmythos gerecht: die 4 Ex-CDUler bilden eine eigene Ratsfraktion, nachdem sie sich intensiver in den Spaßbad-Sumpf einarbeiteten und dafür Anfeindungen ihrer Parteifreunde kassierten.
FDP und Wählervereinigung werden weiterhin konsequent fürs Aus stimmen, richtig so.
Besonders interessant in diesem Zusammenhang der Vorschlag Stadtbad – Mehr Öffnungszeiten für Bürger von Wählervereinigung und Stadträtin Ilona Blank. Die Initiative wurde dank Widerstand der Schwimmvereineim Stadtsportverband auf die lange Bank geschoben:
[Stadtbad nachmittags/abends nur für Vereine/Schulen:] Damit wird viel Potenzial verschenkt, meint Blank. Im Jahr 2000 seien rund 5 Millionen Mark ins Stadtbad geflossen, im Sommer 2007 noch einmal 60 000 Euro, sodass sich das Bad „in Bestzustand” präsentiere: „Hiervon muss die Öffentlichkeit erheblich mehr profitieren als bisher”, fordert die Ratsfrau. Die Erfolge ließen dann sicher nicht lange auf sich warten: Bürgerinnen und Bürger müssten nicht mehr zum Schwimmen in die Nachbarstädte ausweichen, würden mithin ihr Geld in Schwerte lassen. Das FAB sei in dieser Hinsicht zu vernachlässigen: „Das Spaßbad ist, wie der Name schon sagt, nun mal kein Bad zum reinen Schwimmen.” (Quelle: WR 24.11.2008)
FAB dichtmachen — Was kann jetzt noch schiefgehen? Aus der dritten und letzten WR-Meldung für heute: Stadt erhält rund 4,2 Millionen Euro zusätzlich aus dem Konjunkturpaket. 2,86 Mio. Euro für Bildung und rund 1,35 Mio Euro für die Infrastruktur. Hoffentlich kein Cent fürs Spaßbad davon…
So heißt es nun für die noch ~ 37 “Mitarbeiter”: auf auf zur Jobsuche. Es wird garantiert nicht einfach. Wer so viele Jahre in so einem kuscheligen Irrenhaus Büffets aufbessert und Politiker-Privatgärten beackert, hat in der freien Wirtschaft nur geringe Chancen.
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