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Fr
22
Aug '08

Pleitestadt Schwerte: Spaßbad mit frischem Geld aus der Stadtkasse keine Belastung für die Stadtkasse!

+++ Ex-Spaßbadgegner Sieweke (SCD) schockt: Fordert knapp 500.000 frisches Geld fürs Spaßbad +++ Sanierungsplan unglaubwürdig +++ Spaßbad nicht zu retten

Phantastische Neuigkeiten aus dem Beirat der Bäder Schwerte GmbH: Das Spaßbad ist doch irgendwie finanzierbar! Mit frischem Geld aus der Stadtkasse — so die tolle Logik von GmbH-Geschäftsführer Xaver Majewski und Beirats-Vorsitzenden Hubert Siewekeverringert das Spaßbad die Belastung für Stadtkasse und Schwerter Bürger!

Nach Berichten in den Online-Ausgaben der Ruhrnachrichten und Westfälische Rundschau soll laut Majewski die “Sanierung im vollem Umfang fortgeführt” werden. Also mit anderen Worten, 2,4 Million Euro städtisches Geld aus dem Ratsbeschluß 2007 werden trotz Nothaushalt im Schützenhof versenkt, als wäre nichts passiert — wenn es nach den beiden Bäder-Spezialexperten geht.

Rechenkünstler
bei der Arbeit

So also legt Majewski mit Sieweke seinen “Sanierungsplan” vor. Die Eckdaten laut beiden Zeitungsberichten:

Phantastischer Gesamt-Spareffekt von rund 700 000 Euro,
im einzelnen nehmen wir mal die Zahlen auseinander:

- Rund 200 000 Euro plus
– dank neuer Wasserrecyclinganlage [zu klären: was kostet die?]
– dank erhofftem Besucheranstieg [zu klären: wie realistisch? Was passiert bei ebenfalls angesprochenen eventuell höheren Eintrittspreisen? Wie nachhaltig ist das Kurs-Geschäft?]
– dank Mehr-Einnahmen pro Besucher z.B. Gastronomie/Verzehr usw. [dito]

- 300 000 Euro sparen
– weniger Personal. z.B. Kasse automatisieren … Kassenroboter steigern den Badespaß!!!

- 300 000 Euro sparen
– durch reduzierte Pachtzahlung an die Stadt (bisher 395 000 Euro, gewünscht 100 000 Euro), mit anderen Worten: eine Drittelmillion mehr städtisches Geld fürs Spaßbad durch die gewünschte Pacht-Preissenkung [zu klären: stimmt das? wenn ja eine krass unverschämte Forderung nach mehr Stadtkassen-Geld]

- 70 000 Euro sparen
– durch Veränderungen im Energiebereich.

- 200 000 EURO Mehreinnahmen
– Zahlungen fürs Schulschwimmen und Vereinsschwimmen im Stadtbad an der Bethunestraße. Also praktisch 100.000 Euro, die die Stadt nicht zahlt, soll die Bäder GmbH kriegen: mit anderen Worten: schon wieder fordert Sieweke mehr Stadtkohle (grob gerechnet ca. 100.000 EUR) für das ungeliebte Geldversenkungs-Objekt FAB Schwerte.


Sieweke macht
den U-Turn

Meine Meinung: eine peinliche Schönrechen-Aktion, noch dazu unter Beteiligung von Sieweke, der sich in der Vergangenheit mit der CDU-Abspaltung “SCD” als Spaßbad-Gegner profilierte.

Kaum im neuen Amt als Beiratsvorsitzender, macht er sich ganz offensichtlich unglaubwürdig, indem er eine elegante 180-Grad-Wende zu seiner bisherigen Politik hinlegt. Oder steckt mehr dahinter, z.B. ein echter Vorteil für Schwerter Bürger?

Fakt bleibt: Das Bad hat bisher 30 Millionen Euro verschwendet und Schwerte in den Nothaushalt getrieben. Viele Bürger-Projekte, Schulkinder, Straßenbenutzer leiden darunter. Ein klarer Schlußstrich ist für viele die beste und billigste Lösung. Ich werde mich mit der Kalkulation eingehender beschäftigen. Näheres folgt.

Dieser Eintrag wurde verfasst am Freitag, 22. August 2008 um 10:39 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

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